Was gibt es bei der Vorbereitung zur Untersuchung zu beachten ?

Nach einem ersten Vorgespräch bei Ihrem Hausarzt wird Ihnen Ihr Gastroenterologe u. sein Team ausführlich den Untersuchungsablauf erklären u. Blut abnehmen, um eine Störung der Gerinnung vor einer möglichen Polypabtragung ausschließen.

Um den Darm in allen Abschnitten mit dem Endoskop vollständig und gut beurteilen zu können, muß der Darm entleert werden. Dies erreichen Sie mit einer speziellen Abführlösung von 2 oder 4 l und beginnen mit dem Trinken einen Tag vor der Untersuchung gegen Mittag. Während dieser Zeit dürfen Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen, klare Suppen sind erlaubt. Außerdem empfiehlt es sich, einige Tage vor der Untersuchung keine Körner - oder Kernhaltigen Nahrungsmittel mit zu essen (also z.B. Sesam- oder Mohnbrötchen, Tomaten, Gurken, Kernobst u.ä.). Zusätzlich zu dem Abführmittel sollen Sie möglichst reichlich (ungefärbtes) Getränk zu sich nehmen, denn von der Abführlösung selbst bleibt nichts im Körper. Ab dem 1. liter der Abführlösung beginnt meist eine durchfallartige Darmentleerung, so daß es sinnvoll wäre, diesen Tag zuhause zuzubringen. Um Wundheit im Afterbereich zu vermeiden, empfiehlt sich das sorgfältige Eincremen mit einer guten Fettcreme (z.B. Bepanthen, Nivea o.ä.).

Bitte beachten Sie:

  • Bei Einnahme der Anti – Baby – Pille kann die Wirkstoffaufnahme u. damit Wirksamkeit aufgehoben werden, so daß Frauen, die auf diese Weise verhüten, während des betroffenen gesamten Regelcyclus ggf. für eine alternative Verhütung sorgen müssen.

  • Auch die Wirksamkeit anderer Medikamente kann aufgehoben sein, sprechen Sie hierzu unbedingt die Sie behandelnden Ärzte an.

  • Medikamente, die die Blutgerinnung verändern (z.B. Marcumar, ASS, Tyklid, Iscover/Plavix) müssen üblicherweise 1 Woche vor der Untersuchung weggelassen werden; ob während dieser Zeit bei Marcumarpatienten vorübergehend eine alternative Behandlung z.B. mit Heparin notwendig ist, müssen Sie bitte auch mit Ihren Ärzten festlegen.

  • Patienten mit z.B. künstlicher Herzklappe benötigen um die Untersuchung herum eine prophylaktische antibiotische Abdeckung („Endokarditis – Prophylaxe“); hierüber besitzen Sie i.d.R. einen sogenannten Herzpaß, den Sie bitte vorlegen sollten.

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